01. Juli 1989 | Filmkritiken, Rezension | Half Moon Street

Regie: Bob Swaim. Mit Sigourney Weaver, Michael Caine

Dr. Slaughter ist Amerikanerin, lebt in London, arbeitet im Institut für arabische Studien und hat kein Geld. Als man ihr einen Job in einem exklusiven Hostessenservice anbietet, greift sie zu. Sie sagt, sie liebe unkomplizierten Sex. Sie denkt, sie habe ihr Leben weiterhin im Griff. Aber sie täuscht sich gewaltig. Schon bei Lord Bulbeck, einem internationalen Krisenmanager, lassen sich Beruf und Gefühle nicht mehr richtig auseinanderhalten.

In diesen Kreisen, wo man Geld nicht mehr zeigen muß, weil es direkt in Macht übergeht, dort oben scheint alles umsonst. Auch der Tod. Der kostet nicht mal ein müdes Lächeln. Bob Swaim, der franko-amerikanische Regisseur von LA BALANCE – DER VERRAT und MASQUERADE liebt die Arabeske. Nie wählt er den direkten Weg, sondern vertraut auf Irritationen, die den Figuren in der Geschichte langsam den Boden unter den Füßen wegziehen.

HALF MOON STREET könnte auch AMERICAN ESCORT GIRL heißen, als weibliches Gegenstück zu AMERICAN GIGOLO mit Richard Gere.

(Ab 13. Juli)

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