01. Februar 1989 | Tempo | Filmkritiken, Rezension | Die Vorleserin

Regie: Michel Deville. Mit Miou-Miou, Maria Casarès, Patrick Chesnais

Die meisten Bücher haben ein aufregenderes Leben als die Fliegen, die mit ihnen erschlagen werden: So oder ähnlich muß Michel Devilles Arbeitshypothese gelautet haben. Denn er erzählt von den Freuden des Vorlesens und den Freunden einer Vorleserin. Ob krank, ob alt oder pervers, die scharfe Blonde mit der sanften Stimme liest allen vor. Daß dabei so manches ins Rollen kommt, was in den Romanen nur angetippt wird, daran nimmt in diesem Film keiner Anstoß.
Ein seltsam verspieltes, tranceartiges Werk über die Freuden der Fiktion und die Erotik des Alphabets.

(Ab 9. Februar)

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