03. Juni 1996 | Süddeutsche Zeitung | Rezension, Videoclip-Kritik | Eat My Goal

Kultur Spezial: Eat My Goal das neue Video von Collapsed Lung

Kurze Frage zum Mitraten: Was ist sieben Meter zwounddreißig lang und trotzdem eßbar? Richtig: das Fußballtor. Wer’s nicht glaubt, kann sich vertrauensvoll an die Jungs mit der kollabierten Lunge wenden. Die haben den definitiven EURO-Spruch geprägt: Eat my Goal. Aber iß es schnell, sonst ißt’s ein anderer. Wir sehen es schon vor uns: Halbfinale, 78. Minute, Klinsi tut es rein, das Granatentor, läuft zum Keeper und brüllt: Eat my Goal. Wenn das keine Alternative zur Becker-Säge ist. Der Spruch ist übrigens nicht nur was für Vati, nein, auch Mutti kann ihn gut gebrauchen, als ultimative EURO-Diät. Denn Tore sind kalorienarm und auch sonst leicht bekömmlich. Und wer jetzt mit dem Spruch immer noch nichts anfangen kann, der soll ihn sich hinter die Löffel schreiben und warten, bis er dort verschimmelt. Nächste Woche kommt dann Michael Jackson mit „Eat it”.

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