11. September 1995 | Süddeutsche Zeitung | Rezension, Videoclip-Kritik | Destination Eschaton

Kultur Spezial: Destination Eschaton das neue Video von The Shamen

Im Diercke-Weltatlas steht der Ort Eschaton nicht, und auf dem MVV-Plan ist er auch nicht zu finden. Der Name klingt ohnehin so kompliziert, daß zu befürchten steht, die Jungs von Shamen haben studiert. Das gibt natürlich sofortigen Punktabzug. Dürfte die Astronauten im Video allerdings wenig jucken, denn irgendwie scheinen sie sowieso auf dem Weg zu letzten Dingen zu sein. Das Weltall, durch das sie fliegen, sieht so aus, wie wir uns das Innere unseres Oberschenkels vorstellen. Die Kamera ist also ein Blutkörperchen und schwirrt durch eine Welt von Molekülen und Desoxyribonukleinsäuren. (Wer noch so ein schwieriges Wort weiß, kriegt ein Fleißbildchen!) Das hat sich der Computer fein ausgedacht. Unser Redakteur hört das Lied immer zum Einschlafen. Drum ist er auch nur Redakteur. Dabei hat er studiert und kennt jede Menge schwierige Worte. Aber zum Astronauten hat’s nicht gelangt. Das kommt davon.

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