12. April 1999 | Süddeutsche Zeitung | Rezension, Videoclip-Kritik | At My Most Beautiful

Videotext: R.E.M. / At My Most Beautiful

Regie: Nigel Dick

Dies ist nun mal, das kann man getrost so sagen, ein stinklangweiliger Clip. Michael Stipe und seine Jungs hängen in einer designerblauen Altbauwohnung rum und starren Löcher in die Luft. Weil das nicht unbedingt abendfüllend ist, sehen wir eine Cellistin, die einen schlechten Tag erwischt hat: Erst wird sie an der Ampel von einem Auto naßgespritzt, dann fällt ihr Geld in einen Gulli, dann wird ihre Frisur ruiniert, und schließlich zertrampelt ein flüchtender Räuber ihre Brille. Hoffentlich Allianz versichert. Sie lächelt trotzdem, weil sie nämlich ein Ziel hat: Sie soll bei R.E.M. vorspielen. Als sie ankommt, stehen die Jungs immer noch in der Gegend rum und wissen nicht, was sie mit sich anfangen sollen. Da können sie genausogut einer armen Cellistin zuhören. Hoffentlich schlafen sie nicht ein, bevor sie fertig ist. Bei diesen Stars weiß man ja nie.

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