08. Juli 1996 | Süddeutsche Zeitung | Rezension, Videoclip-Kritik | St. Teresa

Kultur Spezial: St. Teresa das neue Video von Joan Osborne

Ist das nicht toll? Was ein bißchen Dünger alles bewirken kann. Einmal am Tag einmassieren, und schon nach einer Woche kann man mit den ersten Ergebnissen rechnen. Der Pflanzenbewuchs könnte also eine echte Alternative zum Sommerkleid sein, wenn es nicht etwas beschwerlich wäre, mit dem Rasenmäher unter die Achseln zu kommen. Aber sonst: Bombensache. Man kann auf dem Körperrasen auch kleinere Tierarten ansiedeln, Heuschrecken oder Wühlmäuse, vielleicht auch das eine oder andere Schaf. Manchmal sind Clips echte Lebenshilfe. Und manchmal sind sie zusätzlich auch noch gut. Joan Osborne, die ein wenig nach evangelischer Kirchentag aussieht, träumt sich hier als Zimmermädchen beim Aufräumen in das Liebespaar hinein, das in diesem Zimmer die letzte Nacht verbracht hat. Das ist schon irre romantisch, wie sie hier überall das Gras wachsen hört. Und außerdem hat sie ganz richtig erkannt, daß die niedlichsten Mädchen der Welt Teresa heißen.

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