Michael Althen
A

m 12. Mai 2011 ist Michael Althen gestorben – und dass uns seine Texte bleiben, ist denen, die ihn kannten, liebten, verehrten und so gerne lasen, nur ein schwacher Trost.
Ein Trost ist es aber – und eine Freude ist es, immer wieder zu entdecken, dass diese Texte, die meist für den Tag, die Woche, den Monat geschrieben waren, diese Tage, Wochen, Monate nicht nur ohne Schaden überdauert haben: mancher Text liest sich nach ein paar Jahren fast noch besser als am Erscheinungstag der Zeitung.
Michael Althen war der beste Filmkritiker weit und breit – und weil, wer nur vom Kino etwas versteht, auch davon nichts versteht, haben seine Texte immer wieder das dunkle Kino verlassen, um draußen nachzuprüfen, ob es auch dort menschliches Leben gibt: im Alltag, auf dem Theater, in der Fotografie, der bildenden Kunst. Und wenn er über seine liebsten Schriftsteller schrieb: Dann machte er sich selbst und seinen Lesern so wunderbar anschaulich, worum es überhaupt beim Schreiben geht. Es gehen einem immer wieder die Augen auf. Und meistens auch das Herz.
Michael Althen hat in den knapp dreißig Jahren, in denen er geschrieben hat, sehr viel geschrieben, Kritiken, Essays, Geschichten, Portraits, Briefe, Notizen, Gespräche, Listen – und es wird eine Weile dauern, bis all die Texte gesichert und geladen sind. Das ist aber das Ziel, der Zweck, der Sinn dieser Seite. Alle Texte von Michael Althen zu sammeln und verfügbar zu machen.
Wir arbeiten daran.