01. September 1989 | Tempo | Filmkritiken, Rezension | Great Balls of Fire

Regie: Jim McBride. Mit Dennis Quaid, Wynona Ryder, Alec Baldwin

Kichernde Gören, die Kaugummiblasen platzen lassen, aufgemotzte Typen, die in pinkfarbenen Schlitten die Sau rauslassen – das ist Tennessee in den 50er Jahren. Dort kommt Jerry Lee Lewis her, der Rocker unter den Rollern, der Killer himself.

Jim McBride hat seine Biografie mit einem Dennis Quaid verfilmt, bei dessen Show einem Hören und Sehen vergeht. Eine Vorstellung auf dem schmalen Grat zwischen Peinlichkeit und Geschmacklosigkeit. Denn Jerry Lee hatte zwar Erfolg mit Hits wie „Great Balls Of Fire“ und „Whole Lotta Shakin‘ Goin‘ On“ aber auch eine 13jährige Kusine, die er dummerweise heiratete. Diese Geschichte erzählt der Film, und er kriegt die Kurve.

McBride macht aus der Legende, was sie heute ist: eine Comicfigur aus dem Land der knallbunten Erinnerungen. Großmäulig und voller Liebe kommt der Film daher. Nicht gerade THE BIG EASY, mehr THE BIG MOUTH. Aber mit Feuer unterm Hintern.

(Ab 21. September)

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